Ein Tag am Strand

Nein, es kamen nicht die Leute von Green Peace und rollten uns vom Sandstrand zurück ins Wasser. Etwas verstörend war es aber schon, als mir der Verkäufer beim Hemdkauf am Vormittag empfahl eine Woche nichts zu essen, da es das gewünschte Hemd in keiner weiteren Größe gäbe. Ich entschied, diese Unfreundlichkeit seinen bescheidenen Deutschkenntnissen zuzuschreiben. 

Auch hatten wir in den letzten Tagen stets auf das Mittagessen verzichtet und abends nur eine Vorspeise und eine Hauptspeise gegessen, sowie dem Nachtisch zu Gunsten einer Flasche Wein keine Beachtung geschenkt. 

Ich habe das Hemd trotzdem gekauft, soll er sich deswegen ruhig ärgern. 

So verbringen wir den Tag am durchaus noch ruhigen Strand mit Lesen und Faulenzen. 

Im Gespräch fragt mich der Bagnino was mir am Strand gefällt. “Der Sand” antworte ich, “ich grabe meine Freundin ein, grab sie aus, sie gräbt mich ein, gräbt mich aus, ich grab sie ein.” Ob ich nächstes Jahr wiederkomme unterbricht er mich. “Sicher, ich muss sie ja wieder ausgraben.”


Jedenfalls gönnen wir uns nach der heutigen Anstrengung jetzt einen Aperol Sprizz.