wieder daheim

Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer herzlichen Verabschiedung vom Hoteliersehepaar ging es vorbei an grünen Wiesen und Feldern Richting Autobahn, die wir in San Stino di Livenza erreichten. Bei Gemona Osoppo, schon vorbei an Udine, wurde uns der Stop &Go Verkehr zu viel und wir wechselten auf die SS13.  Kurzfristig entschlossen wir uns in Tarvis noch einen letzten Cappuccino zu trinken und fanden direkt vor dem großen Markt passende Parkplätze. Wir waren kaum abgestiegen und hatten die Helme abgenommen, als aus dem Markt Tonino rauskam um uns zu begrüßen. Seit meinen ersten Besuch im Markt vor beinahe 25 Jahren kennen wir uns und freuen uns wenn wir uns sehen, manchmal geht sich sogar ein gemeinsamer Kaffee aus. Das erste Foto meiner Tochter, kurz nach ihrer Geburt aufgenommen, bewahrt er immer noch in der Lade unter der Kassa auf – als besonderen Glücksbringer. Diesmal hatte er keine Zeit für einen Kaffee, also gingen wir ohne ihn ins Cafe gleich neben dem Markt. Als wir wegfuhren kam er nochmals rausgelaufen, um uns eine gute und sichere Fahrt zu wünschen. 
Die hatten wir auch, über Bad Kleinkirchheim hinauf auf die Turracher Höhe, um nach der Abfahrt beim Steinerwirt in Predlitz zum Essen einzukehren. 

Gestärkt ging es danach über Murau hinauf auf den Sölkpass. Während uns die Auffahrt mit zahlreichen Kehren vollste Konzentration abforderte, waren es bei der Abfahrt frei herumlaufende Kühe, die uns zwar einige Male den Weg versperrten, ansonsten aber wenig Notiz von uns nahmen. 

Im Ennstal wartete der nächste Stau vor einer Baustelle auf uns. Wir schlossen uns einer Gruppe Motorradfahrern an, die sich langsam an der Kolonne vorbeischlängelte, nicht zur Freude aller Autofahrer. 

Über den Pyhrnpass gings zurück nach Oberösterreich um auf der Autobahn kurz vor der Raststation St. Pankraz auf den nächsten Stau aufzulaufen. Ein normaler Vorgang sollte man meinen. Wäre da nicht dieser Audifahrer gewesen, schon wieder so einer, diesmal noch dazu mit Wiener Kennzeichen, der der Meinung war, die Rettungsgasse würde nur deshalb gebildet, damit er dazwischen besser durchfahren kann.  Über meinen erfolgreichen Versuch ihn am Überholen zwischen den zu beiden  Strassenrändern stehen Autos zu hindern war er gar nicht erfreut und bedankte sich mit ausgestrecktem Mittelfinger, Schimpfwörtern, die einem Kutscher zur Ehre gereicht hätten und mehrmaligem lang anhaltendem Betätigen des im Fahrzeug installierten Notsignalgebers. Wie er aber erkennen musste, waren seine Bemühungen nach einem schnellern Vorankommen nicht zuträglich. Nachdem sich die Kolonne wieder in Bewegung gesetzt hatte, versuchte er uns noch mit einem Kavalierstart über die Abfahrt zur Raststätte zu imponieren, was ihm aber nicht gelang. 

Der letzte Teil der Fahrt war danach fast langweilig. Nach ein paar wunderschönen Tagen waren wir froh wieder gut daheim gelandet zu sein – freuen uns aber schon auf die nächsten Ausfahrt in zwei Wochen.