Groningen

12 Brücken und 2 Schleusen, 50 cm nach unten und 1 m nach oben, gab es auf der Fahrt nach Groningen zu überwinden. Zum Glück hatten wir ein Frachstschiff in unserer Nähe, das mit Funk immer schon aus guter Entfernung den Hebemechanismus der Brücken anforderte und wir es ohne Wartezeit bis zur letzten Schleuse nach Groningen schafften. Hier mussten wir aber ca 1 Stunde auf die Schleusung warten. Mit 2 Frachtern und 5 weiteren Sportbooten konnten wir danach endlich einfahren. Gemessen an der Geschwindigkeit in der wir 1 Meter gehoben wurden, nehme ich an, dass die Schleuse mit Handbetrieb funktioniert und noch keine große Technisierung eingezogen ist.

Durch die lange Wartezeit erreichten wir unsere nächste Brücke zu spät. Der Schleusenwart war auf Pause und wir warteten wieder eine Stunde bis wir in den Kanal Richtung Hafen einfahren konnten. Dort legten wir ein gekonntes Rückwärtseinparkmanöver hin, für das wir von den umstehenden Bootfahrern nickende Anerkennung erfuhren.

Groningen ist eine Universitätsstadt mit einer Vielzahl an kleinen Lokalen und Koffeeshops. Da es nur wenige Höhenmeter in der Stadt zu überwinden gibt, sind fast ausschließlich Radfahrer unterwegs. Entsprechend ist auch der Ausbau der Radwege, da würde ich so manchem Lokalpolitiker mal eine Studienreise empfehlen – natürlich mit dem Rad auf eigene Kosten.

Geprägt wird das Ortsbild auch durch die Architektur im Stadtkern. Es trifft moderne Architektur auf traditionelle Backsteinbauten.

Interessant ist, dass auch die gesamte Innenstadt weitestgehend autofrei ist und sich dennoch Geschäft an Geschäft reiht.

Die nächste Ettape führt uns durch die Stadt hinaus ins Reitdiep , einer malerischen Landschaft, die im Norden in einem Naturpark an der Nordsee endet. Vorher gilt es aber noch 15 Brücken und 2 Schleusen zu überwinden.