Von Groningen ins Reitdiep

Im Reiseführer wurde für die  Fahrt durch Groningen 3 Stunden Fahrzeit angegeben. Wir brachen deshalb bereits um 9:30 Uhr auf, da die Brückenmeister um 9:00 Uhr den Dienst beginnen und wir von unserem Liegeplatz bereits den Stau an der ersten Brücke mitverfolgen konnten. Vom Ausmaß hätte er es daheim sicher in die Ö3 Verkehrsnachrichten geschafft.

Die ersten Brücken waren rasch bewältigt, auch weil uns mancher Brückenwart durch eindeutige Handzeichen aufforderte die vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzung zu überschreiten. Vorbei an wundervollen Backsteinhäusern und unzähligen Wohnschiffen durchquerten wir insgesamt 12 Hebebrücken bis wir das Stadtgebiet hinter uns gebracht hatten. Zeit um mit den Brückenmeistern die eine oder andere freundliche Geste auszutauschen. Die meisten Brückenmeister bedienen 2 Brücken. Diese Brücken folgen aber nicht aufeinander, sondern es ist immer eine “fremde” Brücke dazwischen gelegen. So hat er genügend Zeit um nach dem Schließen der Brücke mit dem Rad zur übernächsten Brücke zu radeln, damit der Kapitän beim Warten nicht kreuz und quer im Kanal herumschippert. Vor der Einfahrt in den Reitdiep war noch eine Schleuse mit ca 1,5 Meter Fallhöhe zu bewältigen und dann lag er vor uns, der malerische Kanal des Reitdieps, der für die nächsten Tage unser Fahrweg sein wird.Im malerischen Garnwerd fanden wir einen wunderbaren Liegeplatz, direkt an einer funtionsfähigen Windmühle und beschlossen den Rest des Tages hier zu faulenzen.

Mit dem Fahrrad erkundeten wir den Ort und waren nach 8 Minuten wieder am Boot zurück. Das Restaurant hat Aperol an der Bar – der Abend ist somit auch gerettet.