Durchs Lauwersmeer nach Dokkum

Um halb 6 wurden wir von einer Schwimmveranstaltung im Hafen von Zoutkamp geweckt. Schwimmer zogen Plastikkanister mit Kerzen darin durch das Hafenbecken, dazu erklang ein Lied in dem es anscheinend um Fischer ging. Fast so ähnlich wie bei uns das Martinsfest, nur eben im Wasser. Die  -innen und Schwimmer wurden vom Applaus der Dorfbewohner, die am Hafenkai dahinliefen, begleitet und das Ganze wurde mit einem kleinen Feuerwerk beendet. Um 8 gab es nochmal einen Durchgang, wahrscheinlich für die Spätaufsteher, diesmal ohne Feuerwerk.

Nach dem Auslaufen tuckerten wir durch das Lauwersmeer, einem großen Naturschutzgebiet. Die Mitfahrerinnen entdeckten sogar eine Herde Kühe ohne Euter.  

Bei so viel Gegend wird der Bootsfahrer melancholisch und nachdenklich, fast zum Friesen. Die sind aber dennoch überaus freundlich, nett und hilfsbereit.

Am frühen Nachmittag erreichten wir unser Etappenziel Dokkum. An der Voilwater Station kam uns bereits der Hafenmeister zu Hilfe und zeigte uns die besten Liegeplätze für die kommende Nacht. Wir liegen direkt gegenüber einer der beiden Windmühlen. 

Der einsetzende Regen hält uns nicht auf, durch den Ort zu bummeln und kreuz und quer durch die Gassen zu schlendern. Fast hat man den Eindruck, die Stadt wäre nur für die Touristen und allfällig vorbeikommende Fotografen von Wohnzeitschriften errichtet worden. 

Nicht so perfekt verlief die Suche nach einem Lokal für das Abendessen, obwohl der Reiseführer viele Restaurants versprach. Letztendlich landeten wir in einer Pizzeria, in der aus wahrscheinlich religiösen Gründen kein Alkohol ausgeschenkt wurde. Zumindest gabs bei der Rechnung keine Überraschung!