An Bord mit den Prinzessinnen

Wir verließen Leeuwarden erst am späten Vormittag. Wir fuhren die Westausfahrt durch einige Brücken, eine davon hebt einen 15×15 Meter großen Fahrbahnteil in die Höhe, um die Stadt danach an der Südseite von Westen nach Osten wieder zu passieren. Am Ende der Stadt folgt ein Schwenk nach Süden und die Route führt wieder einmal zwischen Feldern und Wiesen hindurch. 

Als Highlight sei die Durchfahrt durch den Ort Warga erwähnt. Bei der Einfahrt wird auf die Größenbeschränkung von maximal 15 Metern Länge und 4 Metern Breite verwiesen. Nach der Durchfahrt wird diese Beschränkung jedem Crewmitglied klar.

Die Stadt Grou, die wir am Anfang der Reise wegen zu viel Verkehr nicht angelaufen sind, erreichen wir diesmal von Norden kommend und finden im hinteren Stadtteil einen netten Liegeplatz. Wir schlendern durch die Stadt, die auf Grund der vielen Touristen eine Menge Lokale beherbergt, sind eine halbe Stunde später wieder an Bord und entscheiden uns, einen Liegeplatz im Sneekermeer zu suchen. 

Dort finden wir auf Anhieb eine kleine Insel mit einigen Bäumen, die für die Schiffer angelegt wurde. Sogar eine Mülltonne ist vor Ort, die von einem Mülltonnenschiff entleert wird. Wir genießen einen wunderbaren Abend, auch weil der Smutje vom Einkaufen Aperol und Wein mitgebracht hat. Ein herrlicher Sonnenuntergang vollendet den Tag an Bord.

Da die jüngere weibliche Crew bei der Körperpflege sehr viel Wasser verbraucht hat, fahren wir gegen Morgen Richtung Sneek um Wasser zu tanken. Im zweiten Hafen gelingt es und wir kehren auf unseren Inselplatz zurück. Vorerst auf die vorgelagerte kleinere, später wechseln wir auf Grund des Wellenganges auf die Leeseite der größeren Insel – ein perfekter Faulenzertag.

In der Nacht setzt Regen ein und der Morgen erwartet uns nass und kalt. Unsere Bordprinzessinnen waren wieder duschen und Haareföhnen, daher hat sich der Wasservorrat wieder verringert und die Kaffeemaschine verweigert wegen zu geringem Strom den Dienst. Kurzerhand legen wir ab und fahren nach Sneek, wo wir im zweiten Hafen einen schönen Liegeplatz finden. Stromanschluß und Wasserschlauch sind in der Nähe und das Wichtigste: freies W-Lan!

Sneek erkunden wir zu zweit im leichten Regen. Österreichische Einkaufstempelbetreiber hätten ihre Freude, müsste man den Ort doch nur überdachen und das perfekte Einkaufszentrum wäre fertig. Jedes Haus hat im Erdgeschoss ein Geschäft und es gibt keinen Leerstand.

Zwei besondere Sehenswürdigkeiten lassen wir uns natürlich nicht entgehen: den Waterpoort und das Gründungsgeschäft der Bekleidungskette C&A. 

Im strömenden Regen gehen wir einkaufen und kommen schwerst beladen auf das Schiff retour. Das Internet dürfte bald ausgelesen sein. Snapchat hat wegen zu vieler Uploads für diese Woche den Betrieb eingestellt.