Friesland ruft

11 Tage werden wir mit unserer Crew die Friesenmeere befahren und so manche Dorfkneipe werden wir in Verwüstung zurücklassen – soweit der Plan!

Derzeit sind wir noch am Packen und Überlegen, wie wir alle erforderlichen Utensilien ins Auto und die Dachbox reinzwängen können.  

Aber schon in wenigen Tagen starten wir nach Langelille im holländischen Friesland – ACHTUNG: “sag nie zu einem Friesen, er sei Holländer!” – um unser Hausboot, die Julia, bei Hrn. Song Chen, er ist sicher kein Friese und wohl auch kein waschechter Holländer, in Empfang zu nehmen.

20 Jahre Strudengauer VW Käferfreunde

Es war eine gelungene 20 Jahr Feier, die die Strudengauer VW Käferfreunde auf die Burg Kreuzen führte. Nach einer Ausfahrt durch den Strudengau wurde auf der Burg  zum Essen geladen und wir durften den Abend musikalisch umrahmen.

 

Gar nicht so einfach, wenn auf der Nebenburg Dr. Kurt Ostbahn spielt und wir bei jedem Lied acht geben mussten, um nicht zu laut zu sein.

Bis weit in die Nacht wurde gefeiert – es war echt lässig und lustig bei euch. Falls ihr wieder mal feiert, wir kommen gerne wieder!

wieder daheim

Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer herzlichen Verabschiedung vom Hoteliersehepaar ging es vorbei an grünen Wiesen und Feldern Richting Autobahn, die wir in San Stino di Livenza erreichten. Bei Gemona Osoppo, schon vorbei an Udine, wurde uns der Stop &Go Verkehr zu viel und wir wechselten auf die SS13.  Kurzfristig entschlossen wir uns in Tarvis noch einen letzten Cappuccino zu trinken und fanden direkt vor dem großen Markt passende Parkplätze. Wir waren kaum abgestiegen und hatten die Helme abgenommen, als aus dem Markt Tonino rauskam um uns zu begrüßen. Seit meinen ersten Besuch im Markt vor beinahe 25 Jahren kennen wir uns und freuen uns wenn wir uns sehen, manchmal geht sich sogar ein gemeinsamer Kaffee aus. Das erste Foto meiner Tochter, kurz nach ihrer Geburt aufgenommen, bewahrt er immer noch in der Lade unter der Kassa auf – als besonderen Glücksbringer. Diesmal hatte er keine Zeit für einen Kaffee, also gingen wir ohne ihn ins Cafe gleich neben dem Markt. Als wir wegfuhren kam er nochmals rausgelaufen, um uns eine gute und sichere Fahrt zu wünschen. 
Die hatten wir auch, über Bad Kleinkirchheim hinauf auf die Turracher Höhe, um nach der Abfahrt beim Steinerwirt in Predlitz zum Essen einzukehren. 

Gestärkt ging es danach über Murau hinauf auf den Sölkpass. Während uns die Auffahrt mit zahlreichen Kehren vollste Konzentration abforderte, waren es bei der Abfahrt frei herumlaufende Kühe, die uns zwar einige Male den Weg versperrten, ansonsten aber wenig Notiz von uns nahmen. 

Im Ennstal wartete der nächste Stau vor einer Baustelle auf uns. Wir schlossen uns einer Gruppe Motorradfahrern an, die sich langsam an der Kolonne vorbeischlängelte, nicht zur Freude aller Autofahrer. 

Über den Pyhrnpass gings zurück nach Oberösterreich um auf der Autobahn kurz vor der Raststation St. Pankraz auf den nächsten Stau aufzulaufen. Ein normaler Vorgang sollte man meinen. Wäre da nicht dieser Audifahrer gewesen, schon wieder so einer, diesmal noch dazu mit Wiener Kennzeichen, der der Meinung war, die Rettungsgasse würde nur deshalb gebildet, damit er dazwischen besser durchfahren kann.  Über meinen erfolgreichen Versuch ihn am Überholen zwischen den zu beiden  Strassenrändern stehen Autos zu hindern war er gar nicht erfreut und bedankte sich mit ausgestrecktem Mittelfinger, Schimpfwörtern, die einem Kutscher zur Ehre gereicht hätten und mehrmaligem lang anhaltendem Betätigen des im Fahrzeug installierten Notsignalgebers. Wie er aber erkennen musste, waren seine Bemühungen nach einem schnellern Vorankommen nicht zuträglich. Nachdem sich die Kolonne wieder in Bewegung gesetzt hatte, versuchte er uns noch mit einem Kavalierstart über die Abfahrt zur Raststätte zu imponieren, was ihm aber nicht gelang. 

Der letzte Teil der Fahrt war danach fast langweilig. Nach ein paar wunderschönen Tagen waren wir froh wieder gut daheim gelandet zu sein – freuen uns aber schon auf die nächsten Ausfahrt in zwei Wochen.

Moda italiana

Was ist das für 1 Mode vong Ausschauen her?

Unsere abendlichen Streifzüge zu unserer Lieblingspizzeria führten uns vorbei an und in diverse Fachgeschäfte für Oberbekleidung. 

Wenn man der üblichen Meinung vertraut, so werden viele dieser Kleidungsstücke nächsten Sommer auch bei uns in den Geschäften auftauchen. Einerseits bin ich froh, dass dies erst in einem Jahr der Fall sein wird und die Hoffnung besteht, dass der eine oder ander Trend uns nicht erreichen wird, andererseits hab ich Angst vor dem was übrig bleibt. 

Wie ich in empirischen Forschungen feststellen konnte, gibt es nicht nur in den Geschäften kreative  Bekleidungsansätze, sondern es versuchen sich jede Menge abends Flanierende als Modedesigner. Statistisch berechnet sind darunter ca. 99,238 Prozent Frauen. Möglicherweise sind es die erhöhten Temperaturen, genaueres werden nachfolgende Studien ergeben, die vermehrt Frauen dazu bewegen, Stoff in verschiedensten Varianten um den Körper zu trapieren. 

Alles nach dem Motto: Erlaubt ist was gefällt! Nur wo ist der, dem das gefällt? Dem möchte ich mal meine Meinung sagen. 

Ein Tag am Strand

Nein, es kamen nicht die Leute von Green Peace und rollten uns vom Sandstrand zurück ins Wasser. Etwas verstörend war es aber schon, als mir der Verkäufer beim Hemdkauf am Vormittag empfahl eine Woche nichts zu essen, da es das gewünschte Hemd in keiner weiteren Größe gäbe. Ich entschied, diese Unfreundlichkeit seinen bescheidenen Deutschkenntnissen zuzuschreiben. 

Auch hatten wir in den letzten Tagen stets auf das Mittagessen verzichtet und abends nur eine Vorspeise und eine Hauptspeise gegessen, sowie dem Nachtisch zu Gunsten einer Flasche Wein keine Beachtung geschenkt. 

Ich habe das Hemd trotzdem gekauft, soll er sich deswegen ruhig ärgern. 

So verbringen wir den Tag am durchaus noch ruhigen Strand mit Lesen und Faulenzen. 

Im Gespräch fragt mich der Bagnino was mir am Strand gefällt. “Der Sand” antworte ich, “ich grabe meine Freundin ein, grab sie aus, sie gräbt mich ein, gräbt mich aus, ich grab sie ein.” Ob ich nächstes Jahr wiederkomme unterbricht er mich. “Sicher, ich muss sie ja wieder ausgraben.”


Jedenfalls gönnen wir uns nach der heutigen Anstrengung jetzt einen Aperol Sprizz. 

Venedig sehen und sterben

Der Tag begann wie es sich für Italien gehört. Strahlender Sonnenschein und bester italienischer Kaffee, dazu Toast und jede Menge frischer fein säuberlich geschnittener Früchte. 

Der Weg zum Bus nach Venedig war rasch erkundet und das Timing passte perfekt zur Abfahrtszeit.

Als geübter Urlauber überkommt einem bei so viel Perfektion der Zweifel, dass es nicht so bleiben wird. 

Der ließ auch nicht lange auf sich warten. Beim Ausstieg aus dem Bus und Umsteigen in das Schiff von Punta Sabbione nach Venedig wurde uns mitgeteilt dass die Schiffslinien 24 Stunden bestreikt werden und das nächste Schiff in 3 1/2 Stunden fährt. Natürlich könne man das Ticket versuchen dort zurück zu geben wo man es gekauft hat, das Transportunternehmen ACTV nehme es jedenfalls direkt vom Kunden nicht zurück. Ja so sieht Kundenfreundlichkeit auf italienisch aus. Das selbe Unternehmen hatte uns auch ohne jeden Hinweis mit dem Bus zum Hafen gefahren. 

Ein privates Bootsunternehmen besserte jedenfalls seine Jahresbilanz kräftig auf und brachte uns für nur 5 € pro Person zum Markusplatz. 


Sinnvoller Weise wurde auch der Vaporetto Verkehr bestreikt und es wurden nur ganz wichtige Linien 1-2 Mal pro Tag befahren. Als nicht wichtig wurde jedenfalls der Canale Grande eingestuft, da deswegen ja kaum Touristen nach Venedig kommen.  Gefreut hat das sicher die Gondoliere, die mehrfach im Stau zu beobachten waren und die Taxibootfahrer. Hätte man Hintergedanken könnte man auf die Idee kommen, sie würden hinter dem Streik stecken, aber sowas gibts in Italien sicher nicht. 

Also musste Venedig zu Fuss erkundet werden. Dies freute besonders unsere Schrittstatistik, die am Abend über 14 Kilometer zeigte. 

Zum Glück gab es zwischendurch auch Berufsgruppen die nicht streikten und sich um das Wohl der Touristi kümmerten. Ihnen gilt heut unser ganzer Dank, sonst hätte Thomas Mann vielleicht sogar Recht behalten. 


Die Rückreise wurde bereits früher als geplant angetreten, da auch am Abend nur wenige Schiffe retour fuhren und unser Vertrauen in die Zuverlässigkeit der öffentlichen italienischen Beförderungsbetriebe nachhaltig beschädigt ist. 

übers Timmelsjoch und die Dolomiten nach Jesolo

Die Sonne begrüßte uns am Morgen und nach dem Frühstück (mit Kakao) rollten wir gemütlich rauf nach Hochsölden zur Mautstelle des Timmelsjoch. 


  

Dann gings runter Richtung Meran. Das wäre richtig cool gewesen, wenn nicht manch entgegen kommender Motorradfahrer mit dem Zuklappen des Visieres auch den Ausschalter für das Hirn erwischt hätte. Extremes Kurvenschneiden und Überholen von Kolonnen kurz vor Kehren verursacht manchmal Stress. Komischerweise meistens BMW Motorradfahrer, mit Werkzeugkoffern hinten drauf, genau die, die auch nie grüßen. Habe mich zuerst gewundert warum es nur BMWs sind, bis mir eingefallen ist, daß Audi keine Motorräder baut. 

Von Meran gings über die Südtiroler Weinstraße über Kaltern nach Tramin und anschließend wieder in luftigere Höhen in Richtung Val di Fassa.  Mit dem letzten Anstieg des Tages überquerten wir die Dolomiten am Passo Rolle. Die Jause am Pass kam geschmacklich der optischen Ausgestaltung nicht annähernd nahe. Eingelegter leicht erwärmter Zwiebel verfolgte uns die gesamte Abfahrt. 

Möglicherweise wird abends noch Grappa zur Beruhigung des Magens benötigt. 

Da es bei der Abfahrt zu regnen begann, dem Gewitter waren wir glücklicherweise entkommen, war zumindest unsere Aufmerksamkeit vom Zwiebel abgelenkt. 

Im Tal erreichte das Thermometer wieder fast 30 Grad Celsius und je näher wir uns dem Ziel näherten desto wärmer wurde uns. 

Im Hotel angekommen begrüßte uns der Chef persönlich, um gleich zur Arbeit in seine Pizzeria Cucina & Pizzeria Moreno zu eilen, die wir abends sicher noch besuchen werden. 

Zuerst ist aber  ausgiebiges Duschen erforderlich. 

das waren dann doch einige Höhenmeter …

Nach unserer Rast am Hallstätter See gings über den Paß Gschütt und das Lammertal Richtung Bischofshofen zu einem kurzen Tankstop mit Wurstsemmelverzehr. Anschließend führte unser Weg über den Hochkönig nach St. Johann in Tirol und weiter nach Wörgl. Auf der Inntalautobahn rollten wir brav im IGL 100er bis Innsbruck. Sehr gemütlich, wenn nicht jede Menge Drängler, komischerweise nur in BMWs und Audis, den Versuch unternahmen, in unseren Heckkoffern einzuparken. Zur Entspannung legten wir ein Halt beim Kaffeehaus des Vertrauens ein. 


Dann gings berauf auf das Kühtai auf 2020 Meter über dem Meer mit einer kurzen Fotopause. 


Danach runter ins Ötztal auf 830 Höhenmeter und zum heutigen Endpunkt nach Sölden. Hier wurden wir im Haus Enzian herzlich empfangen, durften ein tolles Zimmer beziehen und unsere Motorräder in die private Tiefgarage stellen.  

Beim abendlichen Spaziergang, den wir zur Besichtigung einiger möglichen Quartiere für den nächsten Skiurlaub nutzten, kamen wir nochmal zu Fuß ins Schwitzen. 


Als Belohnung gabs Alkohol und leckere Pizza bei Heinz im Nud’ltopf. 


Halb Boso Mare, halb Regina

Nichts wurde es mit dem Mojito zum Abschluss, da die Rockbar Black & Orange bis 23.6. geschlossen ist. Dann halt beim nächsten Besuch 🙂

morgen gehts los…

nur mehr einmal schlafen 😎

Es ist schon alles eingepackt, die Motorräder sind startklar und die Route ist geplant. Heute noch brav das Abendessen zusammenessen, damit morgen das Wetter schön wird und wir in der Früh starten können. 

Goldwing und Harley
so geht putzen